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Beiträge für das geistliche Leben

glauben heißt anvertrauen – Loslassen als Übung und Ausdruck innerer Freiheit
Der Artikel lädt dazu ein, Glauben als einen Weg des Anvertrauens zu entdecken. In fünf einfachen Übungen geht es darum, eigene Kontrollgewohnheiten und Bedürfnisse wahrzunehmen – auch über den Körper – und behutsam loszulassen. Biblische Bilder und Impulse aus der ignatianischen Spiritualität, besonders der Gedanke der Indifferenz, helfen dabei, innere Freiheit zu entwickeln. Loslassen wird so nicht als Aufgabe, sondern als Entlastung erlebt. Vertrauen kann wachsen – langsam und organisch, mitten im Leben.

Ich komme zu mir, um zu DIR zu kommen – Zwei Erfahrungen für die eigene Gebetspraxis –
„Ein Gebetsrhythmus würde uns so guttun. So ähnlich wie Mönche im Alltag Routinen haben. Beten. Arbeiten. Ruhen. Betend Arbeiten. Im zunehmenden Bewusstsein von Gottes Gegenwart leben und weben und sein… Ich bin auf zwei Weisheiten gestoßen, die mir helfen, Gott regelmäßig zu suchen. Die erste von Ignatius von Loyola. Die zweite von Thomas Keating…“
Der Artikel führt eine Körperwahrnehmungsübung ein, durch die man spürbaren Kontakt mit der eigenen Befindlichkeit und mit der Absicht, Zeit vor Gott zu verbringen, bekommt. Beides hilft, dass regelmäßiges Gebet ein Bedürfnis wird und nicht in Beliebigkeit verfällt.

Über Gottes nonverbale Kommunikation – Die Langzeitwirkung Emotionaler Resonanz
Gott teilt sich uns oft jenseits von Worten mit – durch innere Berührung, Resonanz und ein leises Gefühl von Verbundenheit. Solche Momente ähneln gelingenden Begegnungen zwischen Menschen, in denen wir uns gesehen und verstanden fühlen. Der Artikel lädt dazu ein, nach solchen Bindungserfahrungen im Alltag Ausschau zu halten, sie zu genießen und einwirken zu lassen.

Focusing – Körperwahrnehmung als Heilungsweg
Focusing ist ein Weg, dem eigenen Körper aufmerksam zuzuhören und ihn als Teil der Körper-Geist-Seele-Einheit ernst zu nehmen. Ein liebevoller, wacher Blick nach innen wirkt heilsam – ähnlich wie ein gutes, tiefes Gespräch, in dem man sich wirklich verstanden fühlt. Was lange übergangen war, kann sich zeigen, wandeln und neue Lebendigkeit freisetzen. Der Artikel zeigt, wie Focusing zu einem Weg der Selbsterkenntnis und zugleich zu einem spirituellen Zugang wird, in dem Gottes Nähe im eigenen Inneren erfahrbar werden kann.

Der fehlende Link zwischen Bauch und Hirn
– Wie ich über meinen Körper einen Zugang zu meinen Gefühlen fand und nebenbei lebendiger wurde –
Viele Menschen – besonders Männer – fühlen viel, haben aber kaum Worte oder bewussten Zugang zu ihren inneren Regungen. Der Artikel verbindet persönliche Erfahrung, Focusing und christliche Spiritualität zu einem Weg emotionaler Reifung. So wird der Körper zu einem wichtigen Ort innerer Klärung und geistlicher Erfahrung. Eine Übung und Fragen für Kleingruppen schließen den Text ab.

Begleitung traumatisierter Menschen
„Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind“ Ps 34,19
Mit dieser Verheißung rühren wir an ein skandalöses Paradoxon menschlicher Erfahrung. Wenn Gott liebend nah ist und sich um uns sorgt, warum bewahrt Gott nicht verletzliche Individuen und Gruppen vor dem Zerbrechen des Herzens und Körpers und den lebensverändernden Schäden traumatischer Gewalt? …

Geistliche Begleitung in einer Gruppe
Es war die intensivste Gruppenerfahrung, die ich jemals hatte. Mit zunehmendem Vertrauen konnten wir voreinander wahrhaftig werden, uns verletzlich zeigen, miteinander weinen, miteinander lachen und darüber staunen, wie Gottes Geist Persönlichkeiten heilt und entfaltet.
Über einen Gruppenprozess der durch die Methode des „Clearness Committee“ der Quäker (Society of Friends) inspiriert ist.

Auf dem Weg nach Hause – Geistliche Begleitung
In diesem Artikel beschreibe ich, was Geistliche Begleitung ist, wo diese Form von Seelsorge herkommt, was sie ausmacht und wie sie zur Entfaltung und Heilung unserer Persönlichkeit beiträgt.
Eine täuferische Perspektive wie Geistliche Begleitung Gemeindeleben und Nachfolge im Alltag bereichern könnten.

How Body Awareness Informs the Practice of Spiritual Direction
After a brief introduction about the role of the body in spirituality, the essay develops the main themes: Part A is about the physical sensibility to the movements of the Holy Spirit and the bodily perception of consolations. Part B is about the importance of body awareness for the spiritual director in the direction process. A few verbatim excerpts provide examples to my theses. Part C focuses on awareness towards a directee’s body language and the implications of this. At each end of these parts I added a personal note, giving an example of how the described content has been significant in my own personal life and/or in my spiritual direction ministry.

Wie Körperwahrnehmung die Praxis Geistlicher Begleitung bereichert
Nach einer kurzen Einführung über die Rolle des Körpers in der Spiritualität entwickelt der Aufsatz die Hauptthemen: Teil A handelt von der körperlichen Sensibilität für die Bewegungen des Heiligen Geistes und der körperlichen Wahrnehmung von Tröstungen. In Teil B geht es um die Bedeutung der Körperwahrnehmung für die/den Geistlichen Begleiter/In im Begleitprozess. Einige Verbatims zeigen Beispiele zu meinen Thesen. Teil C konzentriert sich auf das Bewusstsein für die Körpersprache einer begleiteten Person und die Auswirkungen davon. An jedem Ende dieser Teile habe ich eine persönliche Anmerkung hinzugefügt, die ein Beispiel dafür gibt, wie wichtig der beschriebene Inhalt in meinem eigenen persönlichen Leben und/oder in meiner Begleitpraxis war.